Serien-Geschichte

Wann fing alles mit dem Marienhof an?

Wie liefen die Vorbereitungen?

Wann wurde die erste Folge gedreht?

 

Diese und weitere Fragen habe ich zusammengefasst. Alles von der ERSTEN IDEE bis zur aktuellen Story findest Du hier...

04 / 1989 - Die erste Idee

Es stimmt nicht ganz, das die Vorbereitungen der Serie 1990 stattgefunden haben soll, denn die Serie wurde zum ersten Mal angesprochen im April 1989. Damals legt sich die Arbeitsgemeinschaft Bavaria und West Film unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Feil sein erstes Papier vor. Die Serie, noch ohne Namen, soll in hoher Stückzahl produziert werden und eine der Bestandteile des Abendprogramms der ARD werden! Auch schon damals waren 25 Minuten geplant. Die Storys sollten von Menschen erzählen, mit ihren privaten und auch geschäftlichen Problemen Umfeldern!
Die Serie sieht drei nach angelsächsischem Vorbild zopfartig erworbene Stränge vor, das heißt, pro Sendung werden drei unabhängige Storys erzählt, die aber immer einen oder mehrere Berührungspunkte haben! Um die Einhaltung dieses Konzepts sowie die dramaturgische Leitung sollen sich ein Script Editor und zwei fünfköpfige Autorenteams kümmern! Der Produzent ist für die künstlerische und dramaturgische Gesamtleitung zuständig!
Im nächsten Schritt wurde diskutiert man, wo die Serie angesiedelt wird und welche Figuren darin eine große Rolle spielen sollen! Die Arbeitsgemeinschaft hat auch schon drei Vorschläge erarbeitet: „Das Kleeblatt“, „Das Kaufhaus“ und „Das Krankenhaus inmitten der Stadt“...
Der Erfinder erinnert sich an das schwierige Anfangsstadium. Besonders schwierig war es, weil sich alle an ein bisher unbekanntes Terrain bewegen sollen und keiner irgendwelche Erfahrung hat. Die Autoren mussten sich auch daran gewöhnen arbeitsteilig zu arbeiten. Keiner hatte bis dahin die Funktion eines Script Editors ausgeübt. Einige sagten auch einfach ab, weil sie sich dafür zu schade waren!
Bernd Schwamm, der nebenbei für die West Film verantwortlich war, sagt er hatte das riesige Glück Uschi Reich für die Aufgabe zur Entwicklung der Drehbücher zu gewinnen! Sie engagierte neue Autorinnen, brachte die Redaktion einen Tisch, wo sich alle auf ein Konzept einigten! Sie arbeitete mit dem hinzugekommenen Produzenten Wolfgang Wysocki zusammen!
Die Namenvorschläge „Das Kleeblatt“ und „Das Krankenhaus“ wurden nach der Bearbeitung der Serienpapiere verworfen, übrig blieb der Entwurf „Das Kaufhaus“! Der Entwurf wurde im Mai 1989 von der Projektgruppe ARDW (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten des Werberahmenprogramms) vorgestellt wird. Diese Projektgruppe stimmte der Weiterentwicklung zu und es wurden Recherchen bei ähnlichen Serientypen anderer Länder gemacht!
Im Juli wird daraufhin alles noch einmal überarbeitet, wo Erläuterungen zum dramaturgischen Konzept und zur geplanten Manuskriptproduktion vorgelegt werden! „Das Kaufhaus“ ist erweitert worden. Im Mittelpunkt der Geschichten stehen die Familie Arnheim (Besitzer, Schwiegertochter und Enkelin), ein Sicherheitsexperte, der Kellner des kaufhauseigenen Cafes „Venzia“, seine Mutter Aishe am Gemüsestand, der Hausmeister und die Geschäftsleiterin der Parfümerie. Doch wegen inhaltlicher Bedenken stößt das „Kaufhaus Arnheim“ bei der ARDW-Projektgruppe auf Ablehnung. Man befürchtet, dass der Handlungsort Kaufhaus nicht genügend Spielraum für private Geschichten und menschliche Schicksale bieten könnte. Außerdem passt der Projektgruppe auch der Name „Kaufhaus“ nicht.

11 / 1989 - Eine Idee gewinnt gestalt

Die AG Bavaria Film/West Film muss sich nun wieder an die Arbeit machen. Hier taucht zum ersten Mal die Idee auf, ein Stadtviertel als Schauplatz zu etablieren. Ein gewachsenes Viertel mit vielen verschiedenen Figuren, die man in ihrem Privat- und Arbeitsleben zeigen kann, scheint die Lösung aller Probleme zu sein!
Es werden viele deutsche Städte untersucht, um einen möglichen idealen Schauplatz zu finden, darunter Köln (Friesenwall), Frankfurt (Gutleutviertel), Hamburg (Altona, Ottensen, Mottenburg, Spritzenplatz), Wuppertal (Nordstadt, Ölberg, Otto-Böhne-Platz), Mannheim (Neckarstadt, Mittelstrasse, Neumarkt), Berlin, Hameln, München, Salzhemmendorf, Amelgatzen und Bremen. Alle Recherchen ergeben, dass sich ein Stadtviertel hervorragend für eine Langlaufserie eignet, wie sie von der Bavaria Film/West Film entwickelt werden soll. Ein Stadtviertel im Umbruch, in dem sich Altes und Neues vermischt, wo renoviert und saniert wird, bietet häufig auch ein breites Spektrum sozialer Gruppen: Alt und Jung, Singels, Paare und Familien, Ausländer... verschiedene Arbeitsgruppen, wie Beamte, Reiche, Arme und und und. Da es solche Viertel in vielen Städten gibt, fällt die Wahl für die „Serie nicht leicht!
Bei einem Treffen der Arbeitsgruppe einigt man sich zunächst auf Mannheim, da die meisten Serien in großen Städten spielen, möchte man eine mittlere Stadt als Handlungsort! Das war im Spätsommer 1989.
Eine neue Präsentation der Serie, des Spielortes und der Figuren findet im November 1989 satt. Der Marienhof, wie er inzwischen genannt wird, soll ein idealtypisches, fiktives Viertel in einer konkreten Stadt, nämlich Mannheim, sein! Eine erste Skizze der Kulissenstadt, die für die Serie aufgebaut werden soll, liegt bereits vor. Die Hauptschlagader des Marienhofs ist die Brückenstrasse. Hier befindet sich die Gaststätte „Schmitz“, das Stehcafe „Hako“, die Tankstelle der Familie Lesch, das Haus der Architekten Effenberg, die Pension „Gambrinus“, das Nachtlokal „Blauer Engel“ und der türkische Gemüseladen der Familie Demir. In der Berliner Strasse, die auf die Brückenstrasse stößt, liegt ein Waschsalon, im Hof hinter der Tankstelle ist der NSU-Shop Johns angesiedelt!
Als Hauptfiguren hat man folgende Personen entwickelt: Heinrich Effenberg, der mit dem Geld seiner Frau Gerti bereits mehrere Häuser entkernt, saniert und an zahlungskräftige Yuppies vermietet hat; Hartmut Gessler, der ein Haus herunterkommen lassen will, um es abreißen und wieder neu aufbauen lassen will! Manfred und Inge Lesch, die Tankstellenbesitzer, sowie ihre Kinder Bernie und Marie. Eine weitere Familie bildet das Lehrerehepaar Wolfgang und Heidi Pauly mit ihrer Tochter Rosa. Die Besitzer der Gaststätte „Schmitz“ verkaufen diese an Hannah und Erwin. Pächterin des „Hako“ soll Ortrud Winkelmann sein, die eine 15-jährige Tochter namens Pia hat. Heinz und Hilde Möhlmann betreiben das „Hako“. Um die Rechtsangelegenheiten soll sich der smarte Jung-Dynamiker Deyle kümmern.
Das neue Serienkonzept erscheint der ARDW so zukunftsträchtig, dass Mittel für eine Konkretisierung bereitgestellt werden. Nach dem Fall der Mauer im November 1989 stellt man Überlegungen an, den Marienhof in Berlin anzusiedeln. Da jedoch die zukünftigen Entwicklungen in Berlin nicht absehbar sind und Bavaria Film/West Film dort weder Kontakte noch Niederlassungen unterhalten, wird diese Idee nicht ausgeführt!
Mannheim kann die Macher dann aber doch nicht ganz als Schauplatzort überzeugen! Bei einer Studienreise im Januar 1990 schreckt der starke Mannheimer Dialog die Besucher ab, obwohl die Neckarstadt ansonsten großen Anklang finden! Es wird befürchtet, dass die Menschen außerhalb Mannheims und der Umgebung den Dialekt nicht verstehen und daher wird Mannheim dann ad acta gelegt!
Man entscheidet sich dann für Köln, nachdem man zuerst ein „V“ für den Ort der Handlungen eingetragen hat. Der Bau eines Stadtviertels entsteht auf dem Gelände der Bavaria Film im südlichen Teil von München, in Geiselgasteig, statt. Dort gibt es ausreichend Platz, die notwendigen Strukturen und vor allem die vor allem erfahrene Fachkräfte. Ursprünglich sollte sich der Marienhof von einem Schulhof über die vorhandene Kulisse „Münchner Strasse“ bis zur Dekoration für die Produktion „Löwengrube“ erstrecken!
Die Idee scheitert, weil der Marienhof mehr Platz für die vielen Charaktere braucht! Da auch die Serie „Löwengrube“ fortgesetzt wird, muss man sich neu orientieren!
Eine neue Dekoration muss also her, mit der der Schweizer Architekt Rolf Engler betraut wird!
Nebenbei werden die Figuren neu und teilweise ersetzt! Die Figuren von 1989 bleiben erhalten: Familie Lesch mit ihrer Tankstelle, die Pädagogen Pauly, Architekt Effenberg, Rechtsanwalt Deyle, Boutiquenbesitzerin Nencini, Paulys Untermieter Pohl, Möhlmanns mit ihrem Büdchen und Wolfgang-hol-mal-eben – bleiben erhalten und werden genauer beschrieben. Außerdem bekommen sie eine Vergangenheit!
Dazu ändern sich: Aus Hartmut Gessler wird Louis Gessner, Die Gaststätte „schmitz“ heißt jetzt „Wilder Mann“. Kurt Schneider, der alte Wirt im „Wilden Mann“ und der Koch Klaus Bock kristallisieren sich heraus. Ortrud Winkelmann soll die Pächterin des „Hako“ werden und hat keine 15-jährige Tochter mehr, sondern soll sich um den 10-jährigen Ziehsohn Tom kümmern. Die türkische Familie Ormanlar verdrängt die Waschsalonbetreiberin Emmi Leisewitz. Neue Hausbesitzerin soll die Witwe Ernesina Heide werden, die mit ihrem erwachsenen Sohn Enno zusammenlebt. Neu hinzu kommen u.a. Rosa und Karl Sievenich mit ihrer Familienpension, der Fotograf Charly Tigges sowie der Philosoph H.W. (Hendrik Woldemar) Jensen mit ihrer Lebensgefährten Martina Schwerdtfeger. Allerdings können viele interessante Figuren, die entwickelt werden, auf Dauer nicht überzeugen!
Am 22. März 1990 werden die neuen Figuren bei der Serienkommission besprochen! Dabei bitten die Redakteure darum, die Biographien weniger im sozial niedrigen Milieu anzusiedeln und die Figuren mit einer positiveren Grundhaltung auszustatten. Des Weiteren soll in den ersten Folgen die Familie Lesch nicht zu sehr im Mittelpunkt stehen, um genügend Erzählstoff für einen längeren Zeitraum z haben. Auch wünscht man sich, dass kleine Geschichten und das Innenleben der Figuren einbezogen werden.
Ebenso wird festgehalten, dass im ersten Jahr zwei getrennte 25-Minuten-Folgen pro Woche ausgestrahlt werden sollen, deren Dramaturgie es erlaubt, sie nacheinander, vielleicht unterbrochen von Werbung, senden zu können!

04 / 1991 - nun wird es konkret

Die Grundsteinlegung war im April 1991 auf dem Gelände der Bavaria Film in Geiselgasteig (München-Grünwald). Es entsteht eine der größten Außendekorationen der deutschen Filmgeschichte. Auf 4450 qm Grundfläche wird ein Stadtviertel errichtet: 18 Wohn- und Geschäftshäuser sowie eine Schule bilden eine beeindruckende Kulisse. 155 Kubikmeter Erdreich werden bewegt, 579 Kubikmeter Beton fließen in die Fundamente, fünf Gebäude sind komplett aufgebaut und somit auch von innen wie von außen bespielbar. Die insgesamt 3170 qm große Fassadenfläche – 250 Fenster sorgen für den Durchblick – es sieht wie ein richtiges Viertel aus!
In der Halle 7 entstehen die Räume, von den Fassaden, die nicht innen bespielbar sind. Die Wohnungen, Schule, Krankenhaus etc....
Bis Juli 1991 sollen der Serienkommission die ersten Drehbücher, die Figurenbiographien, die detaillierte Beschreibung des Spielortes und die gesamte Manuskript- und Produktionsplanung vorliegen. Die Überarbeitete Version der Figurenbiographien enthält viele neue Namen für die bereits vorhandenen Figuren: Familie Lesch heißt jetzt Busch, der Sohn nicht mehr Berni, sondern Marco. Paulys werden zu Wagners, Mutter Heidi hat den Namen Karin bekommen.
Die Präsentation des Marienhof ist von Erfolg gekrönt, es wird ein Auftrag für 52 x 50 Minuten gegeben! Die Serie soll zweimal in der Woche ausgestrahlt werden, dass heißt zwei Mal die Woche kommt der Marienhof mit jeweils 50 Minuten a Folge mit je einer kurzen Werbeunterbrechung! Die Serie muss auf Vorrat produziert werden, das heißt, es kann nicht sofort nach dem Dreh gesendet werden, sondern man muss erst eine gewisse Anzahl von Folgen produziert haben, bis die Serie starten kann! Das finden die Macher erst nicht so toll! Denn man wollte eng an der Realität sein, aber man stimmte dem Programm zu. Der Marienhof konnte auf Sendung gehen!
„Wir waren zum Erfolg verurteilt – und nahmen dieses Urteil gefasst hin“ erinnert sich Georg feil. „Manchmal schien es uns so, als würden wir die selbst gestellte Aufgabe und das utopische Ziel nie erreichen können. Und als wir erfahren, dass die erste Daily Soap aus deutscher Hand nicht täglich, sondern zunächst nur als 50-Minuten-Block zweimal in der Woche ausgestrahlt werden sollte, sahen wir uns schon am Ende. Wir waren verzweifelt, als dann auch noch die Bauarbeiten für die Außendeko stagnierten, weil die Patinierung der Hausoberflächen trotz verschiedenster Tests und mehrerer Spezialfirmen nicht gelingen wollte. Die Häuser waren nagelneu, mussten aber alt aussehen. Heute sind sie so alt, dass man sie nicht einmal mehr renovieren kann.“ Erzählt Feil!
Doch die Macher lassen sich nicht unterkriegen und entwickeln ein Model, nach dem zwei komplette Teams parallel drehen: dreieinhalb Tage im Außenmotiv und dreieinhalb Tage im Studio. Mit einem Pensum von 7 Sendeminuten pro Tag hätte man zwei mal 25 Minuten pro Woche produzieren können!
Bis zum nächsten Treffen am 16. Oktober werden die Drehbücher auf eine neue, längere Sendeform zugeschnitten. Man entwickelt ein langwelliges Zopfmuster, nach dem die Storys verwoben werden. In den Wintermonaten erfolgt weitere Bearbeitung der Bücher, Outlines und Treatments.
Doch bevor die erste Klappe fiel, waren da noch ein paar Probleme. Zum Beispiel mit den neuen Kamerasystemen, die sich für die Außenaufnahmen und damit verbundenen Temperaturschwankungen nicht geeignet waren. Das stellte sich jedoch erst heraus, als sie schon auf die Motive geschraubt waren und die ersten Tests schon gemacht wurden! Dann konnten die Festplatten das Material nicht fassen. Aber alle Probleme wurden überwunden und so konnte man mit einer gehörigen Portion Mut den ersten Drehtag am 10. Februar 1992 absolvieren!

02 / 1992 - Die erste Klappe

Am 10. Februar 1992 fällt die erste Klappe für den Marienhof. Um die 120 Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Dreharbeiten. Von den damaligen 120 sind nur noch 5 auch heute noch hinter der Kamera.
Um das gewaltige Pensum zu schaffen, arbeiten 2 Teams gleichzeitig, was einmalig im deutschen Seriengeschehen ist. Wenn das eine Team in der Außenkulisse dreht, kann das andere Team in der Halle 7 drehen, es entsteht somit keine Verzögerung und alles kann Reibungslos laufen!
Zuerst fällt die Klappe für die Folgen 13-22, erst nachdem diese abgedreht wurden, werden die Folgen 1-12 und 23-52 abgedreht. Weil man für die ersten Folgen ein eingespieltes Team haben möchte, wurden die ersten Folgen nicht zuerst gedreht!
Da der Marienhof vorproduziert wird, müssen die Schauspieler im Spätsommer in dicken Mänteln schwitzen, weil für den Winter gedreht wird. Und im Winter müssen sie in T-Shirts drehen, weil natürlich für den Frühsommer vorproduziert wird!
Da der Marienhof das ehrgeizigste und größte Projekt im Werberahmenprogramm der ARD ist, bekam man schon im Mai 1992 den Auftrag für die zweite Staffel. Die ARD möchte eine Langlaufserie starten. Das Auftragsvolumen von 50 Mio. DM deutet auf die Größenordnung an, in der diese Aufgabe angegangen wird.
Im Juni 1992 übernimmt Ariane Krampe die Produktion von Wolfgang Wysocki.
Am 01. Oktober 1992 kommt um 17.35 Uhr die erste Folge im TV, diese schaut sich das gesamte Team im Wilden Mann an. Von der Quote sind alle begeistert. 2,9 Millionen schauen zu, das entspricht einem Marktanteil von 24,2 %!
Am 24. November 1992 fällt die letzte Klappe der ersten Staffel. Im Laufe der ersten Staffel kann auch mit der am 31. Dezember 1992 gesendeten Silvesterfolge die bislang höchste Einschaltquote erreicht werden. Es schauten nämlich fast jeder dritte zu, genau 4,74 Millionen!
Ab dem 01. März 1993 werden erneut 2600 Sendeminuten gedreht, wobei die Serie ab dem 28. September 1993 im neuen 25 Minuten Format gezeigt wird. Im zweiten Jahr der Ausstrahlung entfiel die Sommerpause, da man 104 statt bisher 52 Folgen dreht!
Köln startet nun auch im Marienhof, die Autos tragen das „K“ auf dem Nummernschild und im Wilden Mann gibt’s Kölsch zu trinken! Und 20 neue Räume, größtenteils Ladenlokale in der Galerie, kommen dazu!

11 / 1993 - Umwandlung zur Daily

Im November 1993 wird der neue Produzent Michael von Mossner damit beauftragt aus der „weekly“ eine „Daily Soap“ zu machen! Nur fünf Darsteller wollen diesen Weg nicht mitmachen und werden herausgeschrieben!
Ab November 1994 wird nun täglich eine Folge produziert. Das ist genau das Pensum, was man sonst in drei Tagen gedreht hat! Es werden fortan Storys in 5 Minuten Blöcken gedreht, was besonders der super Arbeit von Uschi Reich und Dr. Werner Lüder zu verdanken ist, diese schrieben die Bücher so um, dass alles so gut klappte! Die Umstellung zur Daily verlief Reibungslos!
In den ersten beiden Jahren wurden insgesamt 397 Folgen produziert, von nun an werden pro Jahr 250 Folgen gedreht! Ein Pensum, das eine enorme Steigerung ist! Da jetzt viel mehr Platz für die Locations gebraucht wird, zieht der Marienhof in die Hallen 4-5 sowie 6 (Galerie) um. Auf 3000 qm Innenkulisse wird gespielt! Für die 600 Meter lange Lichtbrücke – Gewicht 25 Tonnen – werden 5000 Meter Stahl benötigt!
Im Unterschied zu allen anderen Dailys, die von der Grundy Ufa TV Produktions produziert werden, entscheidet sich die Produktion Marienhof für eine konventionelle Drehweise. Nach einer Stell- folgt eine Generalprobe und im Anschluss die Aufzeichnung. Insgesamt wird für eine Szene, die etwas zwei Minuten dauert, eine Dreiviertelstunde Drehzeit benötigt. Bei der Grundy wird an anderthalb Tagen ohne Team (Kamera, Licht etc) geprobt und an den anderen Tagen schneller aufgezeichnet!
Seit dem 02. Januar 1995 ist der Marienhof nun montags bis freitags um 18.25 im Ersten zu sehen! Die Produktion der zweiten Daily Staffel begann schon am 15. November 1995!

Alle genauen Folgeninhalte kannst Du im Folgenrückblick nachlesen...

aktualisiert am:

08.12.2016

Fakten -> Alle Folgen -> 1992

Fakten -> Alle Folgen -> 1993

 

Autogrammadresse(n)

Marienhof Fakten

Der Marienhof ist eine Familienserie, die vom 01. Oktober 1992 bis zum 15. Juni 2011 ausgestrahlt wurde.

 

In den 4053 Episoden wurden 27 Ehen geschlossen, 14 Kinder geboren und es sind 50 Rollen gestorben. Auch viele Gäste und Tiere spielten in der Serie mit.

 

Die ersten 169 Folgen wurden Dienstags und Donnerstags als Weekly ausgestrahlt. Erst ab Folge 170 wurde die Serie zur Daily Soap und kam Werktags jeweils um 18.25 Uhr im Ersten.

 

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